Israel

Auf biblischen Spuren vom 13. - 20.03.2016

Reisebericht von Sylvana Reich

Das Motto unserer diesjährigen Kundenreise versprach schon viel und als wir im März diesen Jahres die Maschine der israelischen Fluggesellschaft „EL AL“ in Tel Aviv verließen, ahnten wir noch nicht, dass die Erlebnisse und Eindrücke unserer Reise dieses Versprechen bei Weitem in den Schatten stellen würden. Neben enorm vielen Sehenswürdigkeiten verbindet man mit Israel auch eine politisch schwierige Situation, die ihren Ursprung in den Interessenkonflikten der drei großen monotheistischen Weltreligionen (Christentum, Islam, Judentum) hat. Um es gleich vorweg zu nehmen: Die Sicherheitsvorkehrungen sind beeindruckend. Doch dank unseres Reiseleiters Dany Walter – eine bekannte Persönlichkeit in Israel – verliefen die Kontrollen sehr diskret. Wir alle hatten jederzeit das Gefühl, so sicher zu sein wie auf jeder anderen Reise auch.

60 Prozent Israels werden von der Negev-Wüste eingenommen. Sie liegt im Süden des Landes, präsentiert sich äußerst abwechslungsreich und ist von Gebirgen, Tälern und Erosionskratern durchzogen. Ein unvergessliches Erlebnis war unser Besuch des Nationalparks „En Avdat“ inmitten des Negev. Hier hat Wasser im Lauf der Jahrhunderte einen tiefen Canyon ins Gestein gewaschen. Während unserer Wanderung dort stießen wir auf Höhlen, die zur Zeit des byzantinischen Reiches von Mönchen bewohnt wurden. Als Gäste am Feuer der Beduinen klangen die unvergesslichen Tage im Negev aus. Auf den Besuch des Toten Meeres (inklusive Badestopp) folgte nun die nächste Station der Reise: Die heilige Stadt Jerusalem – für viele Teilnehmer der Tour-Höhepunkt!

Unsere Besichtigung begann am Felsendom mit seiner weltberühmten goldenen Kuppel. Wir sahen die al-Aqsa-Moschee und die Klagemauer. Danach fanden wir uns auf der Via Dolorosa wieder, deren Ende durch die Grabeskirche Jesu markiert wird. Von Jerusalem aus war es nur ein kurzer Abstecher nach Bethlehem zur Geburtskirche des Messias. Der nächste Tag bescherte uns einen zauberhaften Blick vom Ölberg auf ganz Jerusalem. Über den Palmsonntagsweg spazierten wir hinunter in den Garten Gethsemane mit seinen uralten Olivenbäumen. Besonders ergreifend war der Besuch der nationalen Gedenkstätte Yad Vashem. Im „Children´s Memorial“ wird an die 1,5 Mio. Kinder erinnert, die während der Shoah ums Leben kamen. Über Lautsprecheranlagen erfolgt ununterbrochen die Verlesung ihrer Namen. Bis zu einer Wiederholung vergeht die unvorstellbar lange Zeit von zwei Jahren!

Auf unserer Fahrt in den Norden des Landes, hatten wir Gelegenheit zu einem kurzen Zwischenstopp in Nazareth. Nach einem Besuch der Quellen des Jordan-Flusses führte uns unser Weg vorbei an Dörfern der dort ansässigen Drusen, über die Golan-Höhen hinunter zum See Genezareth, der das größte Süßwasserreservoir Israels darstellt. Wir passierten die ehemalige Kreuzfahrerstadt Akko, die zum Unesco-Weltkulturerbe gehört und erreichten schließlich die hängenden Gärten des Bahai-Tempels in Haifa. Danach ging die Fahrt weiter über die Berge des Karmel-Gebirges zurück nach Tel Aviv. Da unser Rückflug nach Deutschland erst am späten Nachmittag startete, blieb uns am Rückreisetag noch Gelegenheit, einige Stunden in Jaffa, dem „alten“ Tel Aviv, zu verbringen.

Damit ging unsere Israel-Bankreise viel zu schnell ihrem Ende entgegen. Nun hieß es Abschied nehmen von einem Land mit vielen Facetten, über das sich alle Teilnehmer der Reise einig waren: Unbedingt besuchenswert! Wir sind sicher, dies war nicht unsere letzte Kunden-Reise nach Israel.

Israel_2016