Geschichte seit 1859

Genossenschaftliches Bankwesen im Altenburger Land

Das Jubiläumsbuch der VR-Bank.

Am 17.09.1859 wurde der erste Rechtsvorgänger der VR-Bank Altenburger Land eG gegründet. Dabei handelt es sich um den Credit-Verein zu Altenburg. In über 150 Jahren kann das Altenburger Land über viele geschichtliche Ereignisse berichten.

Jubiläumsbuch der VR-Bank

Auch das Bankwesen hat seither eine beeindruckende Entwicklung vollzogen. Anlässlich des 150jährigen Jubliäums der VR-Bank Altenburger Land eG, am 17.09.2009, wurde die Geschichte des Bankwesens in der Region in einem spannenden Buch ansprechend dokumentiert. Nicht nur das Bankwesen auch das wirtschaftliche und kulturelle Leben werden im Zeitverlauf eindrucksvoll beschrieben und bebildert. Dieses Buch erhalten Sie kostenfrei in unseren Filialen. Fragen Sie danach.

E-Paper zur Geschichte der Bank

Eine Kurzfassung unserer Historie können Sie auch der beigefügten E-Paper entnehmen. Dazu klicken Sie einfach auf das Bild. Das Laden der E-Paper kann einen Moment dauern.

E-Paper zur Geschichte der VR-Bank Altenburger Land eG

Bankgeschichte erleben

Erleben Sie die Epochen des Bankwesens in unserer Ausstellung. Diese können Sie in unserer Altenburger Filiale in der Wallstraße 18 während der Öffnungszeiten besuchen. Neben verschiedenen Schautafeln erwarten Sie eine Vielzahl an historischen Ausstellungsstücken aus über 150 Jahren Bankgeschichte im Altenburger Land. Ein Besuch lohnt sich.

Die Heerfahrtswagenkasse von Löbichau

Neue geschichtliche Erkenntnisse berichten von einer Heerfahrtswagenkasse in Löbichau, eine Art Frühform einer landwirtschaftlichen Kreditgenossenschaft aus dem 16. Jahrhundert im Altenburger Land. Zu dieser Zeit wurden Ritterschaft samt Untertanen des Landkreises auf Geheiß des damaligen Herzoges zur Heerfahrt, d.h. zum Beispiel zum Zug in den Schmalkaldischen Krieg (1546 -1547) gerufen. Zur Ausstattung im Kriege gehörten u. a. auch mit Leinwand bespannte Heerfahrtswagen zum Transport von Kriegsausrüstung und Verpflegung. Diese Wagen nebst Gespann waren von den Bauern der Rittergutsbesitzer zu finanzieren und wurden nach Kriegsende wieder verkauft. Die Erlöse deponierte der Rittergutsbesitzer in einer Heerfahrtswagenlade (eine Art verschließbarer Kasten) für künftige derartige Kriegseinsätze. Ein solcher Wagen wurde zuletzt 1623 in Löbichau angeschafft. Nachweislich seit dem Jahr 1600 – vermutlich jedoch bereits früher – wurde der Kasseninhalt an Bauern der Herrschaft Löbichau als Kredite mit einem Zinssatz von fünf Prozent verliehen. Zwei Bauern verwahrten den Schlüssel zur Lade und überwachten deren Inhalt. Ab 1837 erfolgte die Kreditvergabe schwerpunktmäßig an hausbesitzende ärmere Familien, da die regionalen Bauern ihren Kreditbedarf nunmehr über die Landesrentenbank finanzieren konnten. Nach über 400jähriger Historie wurde die Kasse 1949 – zuletzt in der Rechtsform einer Stiftung – aufgelöst, da das Geld in den Kriegswirren verschwunden war.

Eine direkte Vorgängerschaft zur heutigen VR-Bank Altenburger Land eG ist mit der Heerfahrtswagenkasse in Löbichau zwar nicht belegt, aber handelt es sich doch um ein spannendes Stück genossenschaftlich organisierter Finanzgeschichte aus der Region, auf welche wir an dieser Stelle gern ergänzend verweisen wollen.

Weiterführende Informationen zur Löbichauer Heerfahrtswagenkasse finden Sie im Altenburger Geschichts- und Hauskalender 2014, den Sie direkt über den Onlineshop der Verlagsgruppe Kamprad in Altenburg beziehen können. Der hierin abgedruckte Artikel entstammt der Feder von Ortschronistin Dorit Bieber, die sich mit viel Leidenschaft und Engagement der Historie rund um Löbichau widmet.

Bei Fragen zur Heerfahrtswagenkasse in Löbichau wenden Sie sich an die dortige Gemeinde unter: www.gemeinde-loebichau.de